Demokratiearbeit macht auch bei Hitzewelle keine Pause

Velden am Wörthersee – Wer setzt sich für unsere Demokratie ein, wo trifft man sich dafür, und was braucht es, um Menschenwürde wirklich zu stärken? Am 19. und 20. Juni 2026 kamen mehr als 35 zivilgesellschaftliche Organisationen aus ganz Österreich zusammen, um genau diese Frage zu klären: im Jugend- und Familiengästehaus Cap Wörth, bei sommerlichen…

Velden am Wörthersee – Wer setzt sich für unsere Demokratie ein, wo trifft man sich dafür, und was braucht es, um Menschenwürde wirklich zu stärken? Am 19. und 20. Juni 2026 kamen mehr als 35 zivilgesellschaftliche Organisationen aus ganz Österreich zusammen, um genau diese Frage zu klären: im Jugend- und Familiengästehaus Cap Wörth, bei sommerlichen Temperaturen und mit noch heißerem Engagement. Unter dem Titel: „Europa im Dialog: Wie stärken wir Menschenwürde gemeinsam?“ luden das Europahaus Klagenfurt und das ICNM zum Midterm-Event von ProEuropeanValuesAT.

Halbzeit-Bilanz mit Aussicht auf den Wörthersee

Zur Halbzeit der ProEuropeanValuesAT-Finanzierungsperiode war es Zeit für eine Zwischenbilanz: Wo stehen die finanzierten Aktivitäten aktuell, welche Erfahrungen wurden bisher gesammelt, und welche Schwerpunkte stehen als Nächstes an? In Arbeitsgruppen präsentierten die Grantees mit Blick aufs türkisfarbene Wasser ihre Zwischenergebnisse.

Die zentrale Frage: Wie stärken wir Menschenwürde gemeinsam?

In offenen Gesprächsrunden, Fishbowl-Diskussionen und World Cafés wurde diskutiert, zugehört und nach gemeinsamen Antworten gesucht auf die Frage, wie wir Menschenwürde gemeinsam stärken können. Für Denkanstöße sorgten unter anderem Johannes Kaup (ORF Ö1), der slowakische Schriftsteller und Journalist Michal Hvorecky, Menschenrechtsexperte Manfred Nowak sowie Historiker Borut Marjan Sturm.

Auch die Rolle Europas als Schutzschild für die Demokratie stand im Fokus. Peter Kaiser, ehemaliger Landeshauptmann von Kärnten, brachte es dabei auf den Punkt:

ProEuropeanValuesAT hat die große Aufgabe, das Erreichte und unser Zukunftsideal weiterzugeben – vor allem an die Jugend, die es weiterträgt und irgendwann zum Durchbruch verhilft.

Weitere Perspektiven steuerten Ana Blatnik, ehemalige Präsidentin des Bundesrates und Vizepräsidentin des Europahauses Klagenfurt, Christian Wigand von der Vertretung der Europäischen Kommission in Österreich, sowie Rechtsanwalt Florian Horn von der SPÖ-Themeninitiative Demokratie und Rechtsstaat bei.

Zwischen Humor-Workshop und Pub-Quiz

Dass Demokratiearbeit nicht immer todernst sein muss, bewiesen André Martinuzzi und Angelo Spörk von der WU Wien mit ihrem Workshop zu Humor als Werkzeug für nachhaltige Demokratiearbeit. Und auch abseits der Inhalte blieb Raum zum Durchatmen: Abkühlung im Wörthersee, Kaffeepausen mit gutem Gespräch, ein Pub-Quiz zu Europa und ein Abendessen auf der Terrasse machten aus Fachaustausch echte Verbindungen.

Ein Auftrag, der weitergeht

Zwei Tage, 36 Granteeorganisationen, unzählige Gespräche und jede Menge Impulse auf die Frage, wie wir Menschenwürde gemeinsam stärken. Cap Wörth hat gezeigt, wie viel Energie, Wissen und Entschlossenheit in der österreichischen Zivilgesellschaft stecken.

Die Veranstaltung wurde im Rahmen der Initiative ProEuropeanValuesAT durchgeführt, die durch das CERV-Programm der Europäischen Union gefördert wird. Ziel ist es, das Europabewusstsein zu stärken und eine offene, demokratische und engagierte Zivilgesellschaft zu fördern.