Demokratie für alle! – Bürgerrat der Wiener*innen ohne Wahlrecht

Das vorliegende Projekt organisiert einen Bürger*innenrat aus Wiener*innen ohne österreichischer Staatsbürgerschaft. In diesem Format werden 35 Wiener*innen ohne Wahlrecht (begleitet durch eine professionelle Moderation) einen “Gemeinwohl-Kompass” für die Stadt Wien entwickeln. Dabei sollen konkrete Ziele erarbeitet werden, die die Werte und politischen Bedürfnisse der Teilnehmenden in Bezug auf die Stadt Wien abbilden. In Abstimmung mit dem Bürger*innenrat und Stakeholderinstitutionen übersetzt eine Expert*in die Ziele in Indikatoren. Dadurch kann sich die Stadt Wien sowohl an den entwickelten Zielen orientieren, als auch ihren Fortschritt in der Erreichung dieser laufend evaluieren. Damit soll eine treffsichere Verbesserung des Gemeinwohls ermöglicht werden und das starke Demokratiedefizit der Stadt minimiert werden.  In einer öffentlichen Präsentation werden die Ergebnisse vorgestellt und diskutiert. Die Ergebnisse werden EntscheidungsträgerInnen der Stadt Wien (etwa Jürgen Czernohorszky, Stadtrat für Demokratie) offiziell übergeben. Neben einer öffentlichkeitswirksamen Begleitung durch Online- und Printmedien, soll eine Social-Media Kampagne durchgeführt werden, bei der vier Teilnehmer*innen des Bürgerrats als Kommunikations-Fellows von ihren Erfahrungen erzählen und die Ergebnisse an konkreten Alltagssituationen illustrieren. Für die Verbreitung wird eine Kooperation mit verschiedenen Organisationen (bspw. SOS-Mitmensch, WahlweXel) angestrebt.

Laufzeit:

01.04.2026 bis 31.12.2026

Summe:

35.603,00 €

Gründungsverein zur Förderung der Gemeinwohl-Ökonomie

Die Gemeinwohl-Ökonomie (GWÖ) versteht sich als Interessengemeinschaft für Wirtschaft(en) mit Werten mit dem klaren Ziel, die Wirtschaft grundlegend positiv zu verändern. Sie setzt sich dafür ein, dass ethisches Wirtschaften zur Selbstverständlichkeit wird – und allen Menschen und der Umwelt zugutekommt. Im Mittelpunkt steht ein zukunftsorientiertes Wirtschaftsmodell, das menschliche Bedürfnisse als Ausgangslage nimmt. Aufbauend auf 15 Jahren lokaler Arbeit innerhalb der wachsenden International Federation (EconGood) wird seit 2019 ein Fokus auf demokratische Partizipation in Form von kommunalen Bürger*innen-Räten zur Entwicklung von Gemeinwohl-Indizes/Kompasse gelegt. Damit wird eine demokratisch entwickelte Neuausrichtung der (Wirtschafts-)politik vorangetrieben, die sich an den Werten der Bevölkerung orientiert. Langfristig strebt die GWÖ an, diese Methode heranzuziehen, um ein Gemeinwohl-Produkt (als Pendant zum BIP) auf nationaler Ebene zu entwickeln.