



Der Verein führt den Namen „Südwind Niederösterreich Süd -Verein für entwicklungspolitische Bildungs-, Forschungs- und Öffentlichkeitsarbeit“; Kurzform „Südwind Entwicklungspolitik Niederösterreich Süd“ (SENS). Er hat seinen Sitz in Wr. Neustadt und erstreckt seine Tätigkeit auf das Bundesland Niederösterreich. Darüber hinaus ist der Verein fallweise österreichweit, in europäischen Staaten sowie in Ländern des Globalen Südens tätig. Der Verein ist nicht auf Gewinn ausgerichtet, parteipolitisch unabhängig und überkonfessionell. Er verfolgt ausschließlich gemeinnützige Zwecke. Im Zentrum der Arbeit steht die Stärkung von Geschlechtergerechtigkeit in lokalen, regionalen, nationalen und globalen Strukturen, Bewusstseinsarbeit für ökologische Transformation und den Auswirkungen des Klimawandels, Schutz der Menschenrechte und soz. Sorgfaltspflichten, sowie die Stärkung entwicklungspolitischer Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit im Globalen Norden (insbesondere in Österreich und in der EU).
1. Was haben wir gemacht?
Wir starteten Ende April 2025 mit einem Workshop mit Vertreter:innen der Zivilgesellschaft zu EU-Werten und den SDGs. Von Mai bis Juni 2025 führten wir SDG-Workshops mit 17 Klassen aus 17 Schulen im Industrieviertel (NÖ) durch – organisiert über unser Netzwerk und die Bildungsdirektion NÖ. Die Themen: EU-Werte, SDGs und ihre Bedeutung im Alltag junger Menschen. Im Rahmen der Get.Active.Labs (Sept.–Okt. 2025) entwickelten die 17 Klassen gemeinsam mit Gästen aus der Zivilgesellschaft pro Klasse 3–4 Ideen für ein gerechteres Industrieviertel. Leitfrage war dabei: „Wo gibt es Ungerechtigkeit – und wie können wir das ändern?“ Der Höhepunkt war das Zukunftsforum & Policy Hackathon am 6.11.2025 im BORG Wiener Neustadt mit 300 Schüler:innen, Pädagog:innen und Interessierten: Die Jugendlichen präsentierten ihre 17 Projektideen in Form von Videos. Die Bewertung erfolgte durch eine Expert:innenjury und die teilnehmenden Klassen. Anschließend fand ein Austausch mit UN- und EU-Jugenddelegierten sowie die Prämierung der besten drei Ideen statt. Mehr Infos dazu auf unserem Padlet-QR-Code ganz unten.
Über die Aktivität Empower Ur Region
2. Was ist herausgekommen?
Die Abschlusskonferenz prägte den Gesamteindruck des Projekts besonders stark. Die Kreativität und Vielfalt der eingereichten Ideen beeindruckte vor allem die Vertreter:innen der Zivilgesellschaft. Auswertungen der Workshops und Get.Active.Labs zeigen, dass das Bewusstsein für EU-Werte und SDGs im Projektzeitraum klar gestärkt werden konnte. Sowohl der Startworkshop als auch das Abschlussevent wurden medial verbreitet und sorgten für zusätzliche Sichtbarkeit. Insgesamt entstand eine sehr hoffnungsvolle, positive Stimmung, die zeigt, wie groß das Potenzial junger Menschen für gesellschaftliches Engagement ist. Der Austausch mit der Jury und die Übergabe der Ideen an die Regionalverantwortlichen war zentral für das Projekt. Über die Vernetzung mit der Zivilgesellschaft, aber auch mit Politiker:innen der jeweiligen Städte wurden Pläne für Umsetzungen geschaffen.
3. Was haben wir gelernt?
Für uns waren vor allem die Get.Active Labs eine Bereicherung, in denen wir Jugendliche dabei unterstützt haben, ihre eigenen, persönlichen Erfahrungen von Ungerechtigkeiten auf eine gesellschaftliche Ebene zu bringen. Die Zusammenkunft der Zivilgesellschaft mit den jungen EU-Bürger:innen war geprägt von der kreativen Umsetzung der Videos der Schulklassen, in denen sie ihre Stimmen sehr deutlich werden ließen. Besonders wertvoll war für uns auch der Austausch mit der Jury, insbesondere den beiden EU- & UN-Jugenddelegierten (BJV), die eine Brücke von den Jugendlichen zu der Zivilgesellschaft geschlagen hat. Das Abschlussevent war für unser Team der Projekthöhepunkt mit hoffnungsvollem Blick auf Engagement und generationsübergreifende Zusammenarbeit und Weitsicht, partizipative Möglichkeiten und Mitsprache, Visualisierung und Hörbarkeit einer jungen Generation und jener, die durch ihr Engagement bereits versuchen, etwas zu bewirken.

