Entwicklung einer Bürgerinformations- und Beteiligungsplattform

Seit Februar 2024 arbeiten wir im Rahmen des FFG Impact Innovation Projekts „dencities impuls“, cofinanziert durch eine Respekt.net Crowdfunding-Kampagne, an Lösungsansätzen für die nachhaltige Siedlungsentwicklung. Ziel ist die Entwicklung einer Gemeindemap namens „gemma“, einer modularen Digital-Twin-Webanwendung für die örtliche Raumplanung. Diese soll durch innovative Partizipationsmethoden und neue Technologien die Qualität und Verwaltung vereinfachen.Ein zentraler Faktor im bisherigen Forschungsjahr war die Erkenntnis: Nachhaltige Siedlungsentwicklung gelingt nur gemeinsam, durch verbesserte Beteiligungsmethoden. 2025 wollen wir mit einer ProEuropeanValuesAT-Finanzierung die Entwicklung einer Bürgerinformations- und Beteiligungsplattform als zentrales Modul von „gemma“ vorantreiben.

Laufzeit:

01.04.2025 bis 31.12.2025

Summe:

€ 30.000,00

Dencities ist eine interdisziplinäre Initiative zur Förderung nachhaltiger Siedlungsräume, gegründet 2023 von Stefan Sterlich, einem Experten für nachhaltige Architektur. Wir bündeln Fachwissen, um den Herausforderungen unserer Zeit mit einem ganzheitlichen Ansatz zu begegnen.Unsere Lebensräume und Siedlungsstrukturen beeinflussen entscheidend den Natur- und Artenschutz, die Ernährungssouveränität sowie die Energie- und Biotechnikwende. Wir setzen uns dafür ein, die Transformation zu nachhaltigen Siedlungsräumen zu beschleunigen.Der Fokus liegt auf der Entwicklung der Gemeindemap „gemma“, einem skalierbaren Instrument für partizipative Kommunalplanung, bei dem die Gemeinde als Impulsgeber nachhaltiger Siedlungsentwicklung fungiert.

1. Was haben wir gemacht?

Österreichs verbaute Fläche wächst 3x schneller als seine Bevölkerung. 2050 will die EU flächenneutral werden. Um dieses Ziel zu erreichen, benötigen wir innovative Lösungen vor Ort, in der Kommunalplanung. Hier setzen wir an:

Mit Hilfe der ProEuropeanValuesAT Finanzierung haben wir 2025 eine Bürgerinformations- und Beteiligungsplattform als zentrales Modul der Gemeindemap „gemma“ entwickelt. Damit verbessern wir die Kommunikation zwischen der Politik, Verwaltung und den Bürger:innen, und bringen die Vorteile demokratischer Werte, wie Mitbestimmung, Transparenz und Inklusion, greifbar und direkt zu den Menschen. In die Entwicklung eingebunden waren 4 Pilotgemeinden & die Stadt Linz (Abteilung Partizipation, sowie Planung, Technik & Umwelt). Die Beteiligung fand in erster Linie in Workshop-Formaten statt.

2. Was ist herausgekommen?

Im Zuge der Umsetzung haben wir in den ersten Konzeptionsworkshop-Runden das Bewusstsein für den Nutzen auf Gemeindeseite schärfen können, in dem wir gemeinsam konkrete Use-Cases erarbeitet haben. In den Feedbackschleifen haben wir zudem jede Menge Erfahrung gesammelt, auf was es für eine praxisnahe Lösung ankommt und wie wir beispielsweise eine missbräuchliche Verwendung unseres Werkzeugs erschweren können. Die Rückmeldungen waren allesamt sehr positiv. Die Gemeinden haben bereits jetzt das Tool anderen Gemeinden weiterempfohlen. Im Laufe des Jahres ist eine weitere Gemeinde dazu gekommen und aktuell sind wir im Gespräch mit einer 5ten. Wir können damit bereits allein mit den Pilotgemeinden rund 16.500 Bürger:innen mit unserem Service erreichen und freuen uns die ersten Gemeindemaps ab 2026 im Einsatz zu sehen!

3. Was haben wir gelernt?

Jede Gemeinde ist anders. Auch wenn das Problembewusstsein sehr unterschiedlich ist, stießen wir grundsätzlich auf offene Ohren. Manche Bürgermeister:innen sind große Reformer, andere sehr vorsichtig und man will sich nicht angreifbar machen. Die Gemeindemap – gemma baut auf 3 Säulen auf: Bewusstseinsbildung, Partizipation & Planungsinstrument. Die Wichtigkeit für mehr Partizipation in der Kommunalplanung wird bei 2/5 unserer Gemeinden eher als Nice-2-Have gesehen. Hier müssen wir im nächsten Jahr den Beweis in der Pilotphase bringen.
Wir haben mittlerweile ein wortwörtlich unglaubliches Entwicklungsteam und arbeiten sehr effizient, jedoch war der tatsächliche Aufwand, speziell der Admin-Bereich, eine große Herausforderung.
Daher nehmen wir in Zukunft mit, den Aufwand etwas vorsichtiger zu schätzen. Wir haben jede Menge spannende und für die Gemeinden wichtige Features gesammelt.