



Der Verein RISE – Verein zur Förderung von Bildung & Forschung für nachhaltige Entwicklung engagiert sich seit seiner Gründung 2020 für Bildung für nachhaltige Entwicklung (BnE) / Global Education. Als gemeinnützige Organisation verfolgt RISE das Ziel, Volksbildung (Erwachsenenbildung), Berufsausbildung, Wissenschaft & Forschung zu fördern. RISE entwickelt innovative & nachhaltige Bildungsansätze für verschiedene Zielgruppen und setzt diese in Kooperation mit CSOs um. Dazu werden Veranstaltungen und Workshops organisiert, z.B. ein int. Hackathon für engagierte Jugendliche zu Climate and Gender Justice oder eine Studie zu Community Building an einer Universität. RISE entwickelt eine App, die als niederschwellige Community-Plattform Austausch, Vernetzung und Wissenstransfer im Bereich BNE erleichtert.
1. Was haben wir gemacht?
Im Projekt wurde die RISE-App erfolgreich um ein interaktives Lernmodul erweitert, das spielerisch die Verbindung zwischen Demokratie, EU-Werten und Nachhaltigkeit vermittelt. Trainer:innen und pädagogische Fachpersonen aus relevanten Arbeitsfeldern wurden aktiv eingebunden, testeten das Modul und gaben individuelles Feedback zur Verständlichkeit, Usability und Einsatzmöglichkeiten. Diese Rückmeldungen flossen direkt in die Optimierung des Moduls ein. In einer ersten Pilotphase lernten die Trainer:innen die App und das Modul eigenständig kennen und bewerteten dessen Nutzen für ihre jeweiligen Zielgruppen. Insgesamt konnten durch die enge Einbindung der Praxispartner:innen wertvolle Erkenntnisse für die Weiterentwicklung und Anwendung des Moduls gewonnen werden.
Über die EU Democracy Challenge
2. Was ist herausgekommen?
Durch das Projekt konnte ein erstes gemeinsames Verständnis dafür geschaffen werden, wie Demokratie, EU-Werte und Nachhaltigkeit in der Bildungsarbeit praxisnah vermittelt werden können. Die Rückmeldungen der beteiligten Trainer:innen und pädagogischen Fachpersonen zum digitalen Lernmodul fielen durchgehend sehr positiv aus: Besonders hervorgehoben wurden die verständliche Aufbereitung, die spielerischen Elemente und die intuitive Nutzung in der App. Kleinere Hinweise bezogen sich vor allem auf technische Details wie Buttons oder Links, die unmittelbar behoben werden konnten.
Obwohl der Zeitraum zu kurz war, um bereits tiefgreifende Wirkungen in den Zielgruppen festzustellen, zeigte sich im Projektteam und bei den beteiligten Trainer:innen ein deutlich geschärftes Bewusstsein dafür, wo und wie EU-Werte im Alltag relevant sind. Das Modul hat neue Perspektiven eröffnet und das Interesse gestärkt, demokratie- und wertebezogene Inhalte intensiver in Bildungs- und Trainingskontexte einzubinden. Die gesammelten Erfahrungen liefern eine wertvolle Grundlage für die weitere Nutzung und Verbreitung in Workshops und Gruppenangeboten.
3. Was haben wir gelernt?
Im Projekt haben wir wertvolle Erfahrungen zur Entwicklung und Umsetzung digitaler Lernangebote gesammelt. Besonders deutlich wurde, wie viel Zeit technische Prozesse in Anspruch nehmen: Sowohl die inhaltliche Befüllung der App als auch die Orientierung im neuen System waren deutlich aufwendiger als erwartet. Hinzu kam, dass die Veröffentlichung in den App-Stores wesentlich länger dauerte und dadurch zu Verzögerungen im geplanten Rollout führte. Diese Erfahrungen zeigen, dass digitale Projekte — vor allem, wenn sie parallel zum laufenden Tagesgeschäft umgesetzt werden — mehr zeitliche Ressourcen und Puffer benötigen, als es auf den ersten Blick scheint.
Gleichzeitig hat sich bestätigt, wie wichtig ein schrittweiser Softlaunch ist, um technische Feinheiten zu klären und die App nachhaltig stabil zu etablieren. Gut gelungen ist die enge Abstimmung im Team und der konstruktive Umgang mit Feedback aus der Praxis, das uns geholfen hat, technische und inhaltliche Aspekte gezielt weiterzuentwickeln. Für die Zukunft nehmen wir mit, dass frühzeitige Zeitplanung, klare Priorisierung und zusätzliche technische Unterstützung entscheidend sind, um digitale Lernangebote effizienter umzusetzen und schneller in die Anwendung zu bringen.

