FRAU.MACHT.RECHT_online

50 migrantische Frauen, die bisher isoliert lebten, kreieren Content, um ihre Erfahrungen mit Demokratie und Rechtsstaat sichtbar zu machen. In kurzen, authentischen Videos reflektieren sie persönliche Erlebnisse und erklären demokratische Prinzipien oft zweisprachig für ihre Community und auf Deutsch. Unterstützt von einer Filmemacherin lernen sie, ihre Botschaften klar zu vermitteln und Social Media für gesellschaftliche Teilhabe zu nutzen. Die Inhalte können von den Frauen und ihren Familien weiterverbreitet werden, während sie gleichzeitig über die Social-Media-Kanäle des Vereins eine größere Reichweite erzielen. Der Entstehungsprozess wird filmisch dokumentiert, und ein Kurzfilm wird online zugänglich gemacht. Begleitende Teaser auf Social Media machen auf die Geschichten der Frauen aufmerksam und fördern ihre aktive Teilnahme an der demokratischen Debatte.

Laufzeit:

01.04.2025 bis 31.12.2025

Summe:

€ 11.000,00

Der Verein NACHBARINNEN ist seit 12 Jahren erfolgreich in Wien tätig. Wir unterstützen geflüchtete oder migrierte Frauen und ihre Familien in prekären ökonomischen Verhältnissen und belastenden sozialen Milieus. Die Sozialassistentinnen sind Frauen mit eigener Migrations- oder Fluchterfahrung. Sie sprechen Arabisch, Farsi/Dari/Paschtu, Russisch/Tschetschenisch, Somali und Türkisch und erreichen durch ihre Zugehörigkeit zur Community stark isoliert lebende Familien. Diese erhalten ein speziell entwickeltes Empowerment-Programm zum Aufbau von Orientierung, Selbständigkeit und Inklusion. Parallel zum Empowerment-Programm bietet der Verein auch Lernhilfe für Frauen und Kinder, sowie eine Nähwerkstatt als Einstieg ins Arbeitsleben.

1. Was haben wir gemacht?

75 Frauen migrantische Frauen aus 5 Kulturkreisen haben Social Media-Clips zu Demokratie kreiert. Themen waren ihre Erfahrungen, die Bedeutung von Demokratie für sie individuell und Wünsche an die österreichische Politik und Gesellschaft. Die Frauen nützen die Clips auf Social Media und in privaten Gruppen auf WhatsApp etc. Parallel dazu wurde aus einer Auswahl der Clips ein Film geschnitten, der vom Verein veröffentlicht wurde:

©Johannes-Meran

2. Was ist herausgekommen?

Die Frauen wirken als Multiplikatorinnen in ihren Communities. Damit stoßen sie Reflexionen zu Demokratie und Rechtsstaatlichkeit in isolierten Gruppen an, die von Institutionen nicht erreicht werden können. Einige Rückmeldungen:
„Gesehen zu werden ist schön!“
„Ich habe viel Respekt und Sicherheit gespürt. Solche Gefühle habe ich noch nie zuvor erlebt, und ich bin sehr dankbar dafür. Ich habe wieder ein Gefühl von Wert als Frau und als kompetenter Mensch gewonnen.“
„In meinem Land galt eine Frau nur als halb so viel wert wie ein Mann. Deshalb fühle ich mich hier gestärkt, weil ich spüre, dass viele wichtige Menschen an meiner Seite sind und mich auf meinem Weg zu einem selbstbestimmten Leben unterstützen.“
„Demokratie – ich liebe dich!“

©Johannes-Meran

3. Was haben wir gelernt?

Es war für viele Frauen herausfordernd, ihre Meinung öffentlich kundzutun. Die Freiheit das tun zu dürfen, gehört zu einem ihrer Learnings über die Möglichkeiten in unserer Demokratie.

Portraits einiger Darstellerinnen

Dank der PEVA-Finanzierung konnten wir ein Zusammenarbeit mit Olga Kosanovic auf die Beine stellen und auf das Ergebnis – einen Kurzfilm – sind wir so stolz. Noch viel wichtiger: Die teilnehmenden Frauen aus dem Iran, Afghanistan, Tschetschenien, Somalia, Syrien … sind stolz, sie sind die Stars des Films.