Gemeinsam für morgen: Demokratie und europäische Wert in Salzburg Gemeinden

Gemeinsam für morgen: Demokratie + europäische Werte in Salzburgs Gemeinden umfasst lokale Workshops und Austauschformate mit Moderation und mehrsprachiger Unterstützung durch die Mitarbeitenden von VIELE zu Themen wie Integration, Zusammenleben, Demokratie und Meinungsfreiheit. Zudem werden Podcasts in Zusammenarbeit mit der Radiofabrik Salzburg in 25 Sprachen, einschließlich Deutsch, erstellt, um Menschen im Bundesland Salzburg zu erreichen. Ein weiterer Bestandteil ist der Grundkurs Demokratie und EU für Asylquartiere, der als Alternative zur ÖIF Werteschulung angeboten wird.

Laufzeit:

01.04.2025 bis 31.12.2025

Summe:

€ 20.000,00

Awardübergabe beim Kickoff Event März 2025

VIELE (Verein und gGmbH) ist ein Bildungs-, Beratungs- und Kulturzentrum für Menschen mit Migrationsgeschichte bzw. in interkulturellen Beziehungen. Die Schwerpunkte unserer Tätigkeit liegen in den Bereichen Bildung und Beratung sowie in der Erarbeitung von Integrations- Gesundheits- und Kulturprojekten. Vor dem Hintergrund eines humanistischen und feministischen Weltbildes sieht sich VIELE dazu verpflichtet, vor allem Frauen und Mädchen über ihre Rechte in Österreich und Männer zu den Rechten von Frauen und Mädchen aufzuklären. Wir unterstützen und begleiten alle Menschen bei der Durchsetzung ihrer Rechte und zwar im Kontext mit den europäischen Werten hinsichtlich Gleichwertigkeit der Geschlechte, Demokratie und freie Meinungsäußerung sowie der in EU-Ländern gültigen gemeinsamen Gesetze.

VIELE stellt sich vor

1. Was haben wir gemacht?

  • Einzelgespräche inkl. Befragung zu Europäischen Werten
  • Konzeption der Podcasts auf Deutsch und dann von den muttersprachlichen Mitarbeitenden in deren Muttersprache übersetzt.
  • Design der Workshops inkl. Inhaltliche Themen und Methoden (Präsentation, Gesprächsrunde, Feedback geben)
  • Wer war beteiligt? -> Mitarbeitende von VIELE

Hier können die Podcasts in verschiedenen Sprachen heruntergeladen werden:

2. Was ist herausgekommen?

Durch die Einzelgespräche und die Befragung mittels Fragebogen wurden die Wissens-Defizite klar erkennbar. Auch die Intention nach Österreich zu kommen, wurde im Gespräche geklärt und wird ebenfalls im Endbericht dargestellt. Die Rückmeldungen waren sehr positiv und unsere Aktivitäten wurden von den Einzelpersonen als wichtig, richtig und hilfreich für das Verständnis der österreichischen und europäischen Rahmenbedingungen, Gesetze und Möglichkeiten bewertet.

3. Was haben wir gelernt?

Gesammelte Erfahrungen:

  • Einzelgespräche sind zu Beginn wichtig, damit Daten für die Auswertung und die weiteren inhaltlichen Schritten vorliegen.
  • Wir hatten bei der Einreichung eine mündliche Zusage für Podcasts und Videos. Der Mitarbeiter, der dies mündlich zugesagt hat, war nach dem Projektstart nicht mehr verfügbar. (Schlechte Erfahrung)
  • Wir haben uns ausführlich und intern zum Thema Podcasts fortgebildet.

Gut gelaufen:

  • Die internen Aufträge zu den Podcasts wurden sehr gut umgesetzt.
  • Die Fragebögen zu den Europäischen Werten ebenfalls und auch in verschiedenen Muttersprachen übersetzt.
  • Interne Schulungen der im Projekt tätigen Mitarbeitenden (Werte, Demokratie, Menschrechte, gesetzliche und gesellschaftliche Rahmenbedingungen im Vergleich EU zu Österreich. (Auch Lernerfahrung für die Zukunft)

Herausforderung:

  • Produktion von Videos. Ging gründlich daneben. Für die 2. Einreichung haben wir zwei Profis mit schriftlicher Zustimmung für die Einreichung verpflichtet.
  • Keine rasche Zustimmung der für Asylquartiere zuständigen Fachabteilung für die Workshops in diesen möglich.

Gesammelte Erfahrungen:

  • Die Erfahrung für die Zukunft bezieht sich auf die Schriftform der Vertragsgestaltung/ Auftragsvergabe.
  • Die Teilnahme an Veranstaltungen zu PEWA ist grundsätzlich ok, es gibt allerdings Zeiträume, in denen eine Dienstreise in ein anderes Bundesland nicht möglich ist.
  • Es braucht keine zusätzliche Dokumentation, wenn es Listen für Workshops, Listen für Ansprechpartner (z.B. Fachaufsicht Asylquartiere) und Listen für mögliche Formate/Methoden gibt.
  • Die Auswertung der Fragebögen geht einfach und schnell, wenn es folgende Fragen gibt:
    • Offene Fragen (5) für die persönliche Einschätzung der Europäischen Werte
    • Geschlossene Fragen (9) mit einer Bewertung von 1 (sehr gut/sehr viel) bis 5 (nicht gut/zu wenig).
  • Wenn das Team mitspielt, ist eine angenehme Atmosphäre beim Arbeiten gesichert. (Ja, das Team hat mitgespielt)
  • Bei Meetings mit dem Board von PEVA gibt es Phasen, die zu lange sind und Phase, die jedes Mal wiederholt werden.
  • Für den Lungau braucht es andere Formen der Kommunikation wie z.B. persönliche Gespräche vor Ort statt Mails.

Die Vorlaufzeit für Workshops in Asylquartiere ist extrem lang, weil mehrere Abteilungen und Kooperationspartner zustimmen müssen. Es ist fix vereinbart, dass in der 2. Förderperiode die Asylquartiere ohne weitere Beratungen direkt angesprochen werden. Die zuständige Fachaufsicht hat das so freigegeben.