



Die Hacker School ist eine gemeinnützige Organisation, die junge Menschen für IT begeistert und ihnen essenzielle Zukunftskompetenzen vermittelt. Unsere Vision: Jeder junge Mensch soll Programmieren kennenlernen, bevor er sich für einen Beruf entscheidet. Unsere Mission: Mit niedrigschwelligen Kursen begeistern wir insbesondere Mädchen und benachteiligte Jugendliche fürs Programmieren und vermitteln die nötigen Skills für die Zukunft. Durch die Einbindung von Unternehmen, Schulen und ehrenamtlichen IT-Fachkräften, den „Inspirern“, machen wir dieses Ziel zu einer gesamtgesellschaftlichen Aufgabe. Seit 11 Jahren aktiv in Deutschland, ist die Hacker School seit 2024 auch in Österreich tätig.
1. Was haben wir gemacht?
In den vergangenen Monaten stand die konzeptionelle Entwicklung des neuen Kursformats im Mittelpunkt. Es wurde ein innovativer Ansatz erarbeitet, der Jugendlichen Medienkompetenz und kritisches Denken im Zusammenhang mit Fake News auf spielerische Weise vermittelt – verknüpft mit praktischen Programmierübungen.
Parallel dazu erfolgte die Schulakquise und Terminvereinbarung für Testkurse, die interne Besetzung der Kursleitungen sowie ein umfangreiches Briefing der Lehrkräfte. Seit Herbst werden die Pilotkurse an Schulen durchgeführt; sie laufen noch bis Mitte Dezember. Das Kursformat wird sowohl virtuell als auch im Klassenverband umgesetzt und richtet sich an Jugendliche ab 11 Jahren.
2. Was ist herausgekommen?
Die Pilotphase läuft derzeit noch, dennoch zeichnen sich bereits Erkenntnisse ab: Die Nachfrage seitens der Schulen ist hoch, was den großen Bedarf an Angeboten rund um KI, Desinformation und Verantwortung im digitalen Raum bestätigt. Lehrkräfte betonen die hohe Relevanz und Aktualität des Themas, insbesondere im Kontext der zunehmenden Verbreitung von KI-generierten Inhalten (z. B. Deep Fakes).
Das Kurskonzept schafft es, Grundlagen im Programmieren mit gesellschaftlicher Reflexion zu verbinden. Dieser Ansatz wird von Lehrkräften und Schüler*innen gleichermaßen positiv hervorgehoben. In den Testkursen zeigt sich deutlich, dass ein Großteil der Jugendlichen bereits mit Fake News in Berührung gekommen ist und dadurch einen starken Bezug zur eigenen Lebenswelt erkennt. Das erhöht die Relevanz des Themas und stärkt die Lernmotivation.
3. Was haben wir gelernt?
Eine zentrale Herausforderung bestand im Entwicklungsprozess darin, den Spagat zwischen Motivation und Wissensvermittlung zu meistern: Das Thema Fake News ist inhaltlich anspruchsvoll und kann schnell theoretisch wirken.
Gut gelungen ist die Verbindung von Coding und Medienkompetenz – also die Brücke zwischen technischen Grundlagen und dem Verständnis gesellschaftlicher Zusammenhänge.
Für die Zukunft ist die Weiterentwicklung und Verstetigung des Kurskonzepts angedacht. Ein nächster Schritt kann die Einbindung ehrenamtlicher IT-Expert*innen im Rahmen eines „Train the Trainer“-Formats sein, um die Vermittlung durch authentische Role Models zu stärken und gleichzeitig das Bewusstsein für gesellschaftliche Verantwortung im digitalen Raum zu fördern.

