Klima und Che

Das Projekt „Klima und Che“ sensibilisiert junge Menschen für Klimafragen durch niederschwellige Videoformate. Ahmad Mitaev trifft Wissenschaftler:innen, Aktivist:innen und Expert:innen, beantwortet Community-Fragen und erkundet Wiener Naturorte zum Klimaschutz. Monatlich finden Live-Diskussionen auf TikTok statt, und Interviews werden als kurze Clips veröffentlicht. Drei Austauschtreffen zwischen Jugendlichen und Expert:innen fördern den Dialog, verbunden mit praktischen Aktivitäten wie Grillen oder Bootfahren. Diese Treffen werden dokumentiert und auf Social Media geteilt.

Laufzeit:

01.04.2025 bis 30.09.2025

Summe:

€ 15.000,00

Der Verein “Die Stütze – der coolste Jugendverein Wiens” richtet sich an sozio-ökonomisch benachteiligte Jugendliche, die in Wien leben und zwischen 11 und 15 Jahren sind. Die Tätigkeit des Vereins ist gemeinnützig und nicht auf Gewinn ausgerichtet. Der Verein bezweckt die Vermittlung von komplexen Themen für sozial benachteiligte Jugendliche von 14 bis 18 Jahren. Der Verein bezweckt den Umweltschutz und insbesondere den Klimaschutz in Österreich zu verbessern und sozial benachteiligte Jugendliche für die Klimakrise zu sensibilisieren.

1. Was haben wir gemacht?

Online-Aktivismus
Das Projekt “Klima und Che” macht abstrakte Klimathemen durch niederschwellige Videoformate greifbar und stärkt das Umweltbewusstsein junger Menschen.

Mit “Klima und Che” haben Ahmad Mitaev und Lena Medved auf dem bereits etablierten TikTok-Format “Cop und Che” aufgebaut. Ahmad hat Wissenschaftler:innen, Aktivist:innen und Expert:innen getroffen, Fragen der Community gestellt und gemeinsam mit Jugendlichen Wiener Naturorte und Institutionen rund um Klimaschutz erkundet.

Auf dem TikTok-Profil “Klima und Che” entstand ein digitaler Raum, in dem Jugendliche niedrigschwellig Fragen stellen konnten. Ergänzend dazu wurden drei Austauschtreffen organisiert, um Online- und Offline-Formate zu verbinden.

9 Interviews mit Expert:innen:
– Laila (Klima-Aktivist:in), Thomas Friedrich (Leitung Life Sterlet, BOKU Wien), Barbara Laa (Verkehrswissenschaftler:in), Leopold (Experte, Wien Kanal) Expert:in, Marija Zunabovic-Pichler (Expert:in, Wiener Wasser), Romana Brandstätter (Pilz-Expert:in, Mykolog. Gesellschaft Wien) Nicole Pustzar (MA 48 – Deponie Rautenweg) Heinz Frötscher (Nationalpark DonauAuen), Expert:in der Müllverbrennungsanlage Spittelau

4 Live-Interviews auf TikTok:
– Störe und ihre Rolle im Ökosystem
– Deponie und Abfallwirtschaft (MA 48, Deponie Rautenweg)
– Verkehr in der Stadt und Schwammstadtprinzip
– Biber in Wien und den Donau-Auen

3 Ausflüge / Austauschtreffen
– Donau-Auen: Mit dem Paddelboot dem Biber auf der Spur
– Müllverbrennungsanlage Spittelau: Führung & Gespräch mit Expert:in
– Pilzwanderung: Mit der Mykologischen Gesellschaft – Pilze, Böden & Ökosysteme verstehen

2. Was ist herausgekommen?

Quantitativ:
– Bisher haben wir 25 Videos gepostet – und haben 364.791 Views, 10.565 Likes, 312 Kommentare und 1677 Follower
– In unseren Livestreams hatten wir 57.117 Views, 31.919 Likes und ca. 600 Kommentare
– 3 Ausflüge mit Expert:innen in die “Natur”
– Weitere Videos im Redaktionsplan
– 1 Interview in Der Presse

Qualitativ:
– Rückmeldung der Jugendlichen bei Events durchwegs positiv; Reflexionsgespräche beim gemeinsamen Essen vertieften das Verständnis für Klimathemen & die unterschiedlichen Lebensrealitäten
– Expert:innen und beteiligte Institutionen betonten, dass durch das Projekt Jugendliche über TikTok erreicht wurden, die auf klassischen Kanälen schwer zugänglich sind.
– Die Zusammenarbeit mit Expert:innen hat neue Kooperationsmöglichkeiten eröffnet.

3. Was haben wir gelernt?

Learnings:

  1. Die Verbindung von Offline & Online-Erlebnissen ist key! Projekte (zur Klimakommunikation) sollten bewusst hybrid gedacht werden – nicht entweder online oder offline, sondern als Zusammenspiel.
  2. Abstrakte (Klima-)Themen werden greifbar, wenn sie an reale Erlebnisse gebunden sind.
  3. Das Projekt ging weit über reine Wissensvermittlung hinaus: Im Zentrum stand nicht nur Klimawissen, sondern Begegnung: Jugendliche und Expert:innen haben einander ihre Lebenswirklichkeit gezeigt
  4. Die direkte Begegnung mit Expert:innen, Wissenschaftler:innen und Aktivist:innen hat Vertrauen aufgebaut und Hemmschwellen abgebaut („Man kann Fragen stellen“).
  5. TikTok ist eine wirksame Plattform, um Jugendliche dort abzuholen, wo sie online sind.

Herausforderungen:

  1. Community-Management (z.B. auf kritische oder missverständliche Kommentare reagieren) braucht Sorgfalt und klare Guidelines, um konstruktiv zu bleiben.