
Recht ohne Hürden – Alltagsrecht in leichter Sprache

In Österreich haben alle Menschen mit Lernschwierigkeiten formale Rechte, die sich aus nationalem Recht, der EU-GRC und der UN-BRK ergeben. Gleichzeitig fehlt ihnen häufig der Zugang zu verständlichen, barrierefreien Informationen über diese Rechte. Bestehende Behinderten- und Rechtsinformationsangebote sind überwiegend textbasiert, komplex formuliert und nicht in Leichter Sprache verfügbar. Diese Informationsbarrieren führen dazu, dass Menschen mit Lernschwierigkeiten ihre Rechte gegenüber Behörden, Polizei oder Betreuungspersonen faktisch nicht wahrnehmen können. Damit sind sie in ihrer Selbstvertretungsfähigkeit eingeschränkt und von demokratischen und rechtsstaatlichen Prozessen teilweise ausgeschlossen. Ziel des Projekts ist es, diesen strukturellen Ausschluss zu reduzieren, indem Menschen mit Lernschwierigkeiten barrierefreie, sprachlich gerechte und verständliche Informationen zu grundlegenden Alltagsrechten bereitgestellt werden. Im ersten Schritt werden digitale Informationsformate entwickelt und erprobt. Auf dieser Grundlage wird geprüft, ob eine nachhaltige Wirkung erzielt wird und das Format in weiterer Folge ausgebaut werden kann.
Laufzeit:
01.04.2026 bis 31.12.2026
Summe:
13.510,00 €


