SHEMOCRACY – Frauen gestalten Demokratie, analog gelernt, digital verbreitet.

“Ich lebe seit 10 Jahren in Österreich und zum ersten Mal werde ich nach meiner Meinung gefragt” – Addis (Frau mit Fluchterfahrung), nachdem sie in einem unserer U-N-D Events mitgemacht hat. Dieses Zitat steht beispielhaft für die Erfahrung vieler Frauen mit Migrationserfahrung, deren Perspektiven im demokratischen Alltag und insbesondere im digitalen Raum oft unsichtbar bleiben.  Demokratie entscheidet sich nicht nur an Wahlurnen, sondern jeden Tag: in Gesprächen, in Communities und im digitalen Raum. Doch viele Frauen mit Migrationserfahrung haben dort kaum eine Stimme, obwohl sie unsere Gesellschaft aktiv mittragen. SHEMOCRACY macht diese Stimmen sichtbar: In analogen Workshops erwerben die Teilnehmerinnen Wissen zu Demokratie, politischer Teilhabe, EU-Werten, Frauenrechten, Gewaltprävention und digitaler Zivilgesellschaft. Sie werden als Multiplikatorinnen ausgebildet und befähigt, dieses Wissen selbstständig und mehrsprachig in ihre Communities weiterzugeben. Ergänzend werden die Inhalte digital aufbereitet und über die vereinsinterne, KI-basierte und partizipativ entwickelte App WillKompass sowie über Social-Media-Aktivitäten verbreitet und langfristig zugänglich gemacht.  SHEMOCRACY verbindet analoge Demokratiebildung mit digitaler Wissensweitergabe und setzt konsequent auf Peer-Learning „von Frauen für Frauen“. So wird Demokratie nicht nur erklärt, sondern im Alltag gelebt und nachhaltig in Communities und im digitalen demokratischen Diskurs verankert.

Laufzeit:

01.04.2026 bis 31.12.2026

Summe:

25.020,00 €

U-N-D Unabhängige Nachhaltigkeits Drehscheibe

Der Verein U-N-D (Unabhängige-Nachhaltigkeit-Drehscheibe) entwickelt innovative, partizipative und inklusive Projekte zur Förderung nachhaltiger gesellschaftlicher Veränderungen. Im Mittelpunkt steht die aktive Einbindung der Zielgruppen als Mitgestalter*innen und Entscheidungsträger*innen. Die Arbeit von U-N-D orientiert sich an den Zielen für nachhaltige Entwicklung (SDGs) und basiert auf Zusammenarbeit, Mitgestaltung und Kooperation mit unterschiedlichen Akteur*innen. Ein besonderer Fokus liegt auf der Arbeit mit Neuzugewanderten, die aufgrund von Sprachbarrieren, kulturellen Unterschieden oder Diskriminierung oft von bestehenden Angeboten ausgeschlossen sind. Durch bedarfsorientierte, partizipative Formate fördert der Verein Selbstwirksamkeit, nachhaltige Integration und langfristige gesellschaftliche Teilhabe.