



Wir sehen Vielfalt als Chance für eine sich ständig verändernde Welt. Mit unserem Beratungs- und Therapieangebot begleiten und unterstützen wir Menschen mit Migrationsbiographien sowie geflüchtete Menschen. Dadurch trägt unsere klient:innenbezogene Arbeit zur Stärkung der Selbstwirksamkeit bei und verbessert die Lebensqualität. Durch unsere Arbeit richten wir die Aufmerksamkeit auf die Interessen gesellschaftlicher Gruppen, die oft kein Gehör oder keinen Zugang zu sozialer Teilhabe finden. Als Kompetenzzentrum und Bildungsanbieter sind wir verlässlicher Partner für Multiplikator:innen, Organisationen, Institutionen und Gebietskörperschaften, wenn es um die nachhaltige Verankerung von Diversität und Interkulturalität geht.
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1. Was haben wir gemacht?
Im Sommer und Herbst 2025 wurden in vier Regionen der Steiermark interaktive Workshops mit Jugendlichen zwischen 11 und 21 Jahren durchgeführt, insbesondere mit Jugendlichen mit Migrationsbiografie. In fünf Workshops pro Region wurden EU-Werte, Grund- und Menschenrechte, Demokratie, Partizipation, Solidarität, Antidiskriminierung sowie Bildungs- und Berufsperspektiven behandelt.
Gemeinsam mit den Jugendlichen wurden Social-Media-Beiträge erstellt und Handlungsempfehlungen für die jeweiligen Gemeinden erarbeitet, die ausschließlich aus Sicht der Jugendlichen stammen und Ende 2025 Gemeindevertreter*innen präsentiert werden. Beteiligte waren die Jugendlichen selbst, das Projektteam, Dolmetscher*innen, externe Kooperationspartner wie z.B. Gemeindevertretung für Bildung und Jugend, Jugendcoaching, engagierte Ehrenamtliche, Jugendzentren.
Über die Aktivität ’small voices – big values‘
2. Was ist herausgekommen?
Die Jugendlichen setzten sich mit der Bedeutung von Partizipation, Demokratie und Integration auseinander. Sie äußerten konkrete Wünsche zu Freizeit, Sport, Mobilität, Sicherheit, leistbarem Leben, kulturellen Angeboten, Mitbestimmung und respektvollem Umgang. Hauptprioritäten über alle Gemeinden hinweg:
• Freizeit & Sport: Attraktive und sichere Räume für Bewegung, Sportgeräte, Schwimmbäder, Skateparks.
• Mobilität & Infrastruktur: Verlässliche Bus- und Zugverbindungen, sanierte Straßen, saubere und beleuchtete öffentliche Plätze.
• Mitbestimmung & Beteiligung: Jugendliche in Entscheidungen einbeziehen, z. B. Jugendräte, Mitsprache bei Projekten, Dialog über Regeln.
• Integration & respektvolles Zusammenleben: Wertschätzung, Gleichbehandlung, Schutz vor Belästigung und Diskriminierung.
• Leistbares Leben: Günstige Preise für Essen, Freizeit, Wohnraum, Zugang zu kulturellen Angeboten.
3. Was haben wir gelernt?
Erfahrungen: Interaktive Workshops kombiniert mit Social Media steigern Engagement und Reichweite. Jugendliche bringen praxisnahe, konkrete Ideen ein, die Gemeinden direkt umsetzen können.
Gut gelaufen:
• Social Media machte Ergebnisse sichtbar und förderte Beteiligung.
• Kreative, niederschwellige Methoden motivierten zur aktiven Teilnahme.
• Teilnahmeanreize (z. B. Eisgutscheine) erhöhten Verbindlichkeit.
• Dolmetscher*innen erleichterten Teilnahme von Jugendlichen mit Migrationsbiografie.
• Kooperation mit Jugendzentren und Stakeholdern erleichterte den Zugang zu heterogenen Gruppen.
Herausforderungen:
• Flexible Methoden waren nötig wegen unterschiedlicher Altersgruppen, Vorerfahrungen und Sprachkenntnissen.
• Zeitmanagement musste angepasst werden
• Politische Ansprechpartner*innen waren zu Beginn schwer erreichbar, da Ausschüsse nach den Gemeinderatswahlen erst Mitte Juni 2025 feststanden.
Mitnahme für die Zukunft:
• Kombination aus Präsenz-Workshops und digitalen Formaten weiterhin nutzen.
• Kleine, praxisnahe Verbesserungen schnell umsetzen, um Vertrauen und Motivation zu stärken.

