Social-Media-Film gegen genderbasierte Gewalt ONEMORE

Im Mittelpunkt der Social-Media-Kampagne #onemore steht ein zusammengeschnittener Film, der aus den Stimmen vieler Menschen gegen genderbasierte Gewalt besteht, die jene im Rahmen der Kampagne veröffentlichten. Betroffene, Unterstützer*innen, Prominente und Expert*innen teilen ihre Botschaften, um ein starkes Zeichen zu setzen: Jede Stimme zählt, jede Handlung kann Leben verändern. Die Teile des Films werden über soziale Netzwerke verbreitet und von weiteren individuellen Beiträgen begleitet – persönliche Erfahrungsberichte, Solidaritätsbekundungen und Aufrufe zum Handeln. Ergänzt durch interaktive Formate wie Live-Talks, Challenges und Informationsinhalte, entfaltet die Kampagne eine breite Wirkung. Betroffene erhalten Hinweise zu Hilfsangeboten, während die Öffentlichkeit sensibilisiert und mobilisiert wird.

Laufzeit:

01.04.2025 bis 31.12.2025

Summe:

€ 7.500,00

Soliarts ist ein österreichischer Kunst- und Kulturverein, der seit 2015 spartenübergreifende Theater-, Film- und Performanceproduktionen realisiert. Mit einem besonderen Fokus auf politische und gesellschaftlich relevante Themen setzt er künstlerische Impulse in Innsbruck, Wien und Köln. Der Verein versteht sich als Plattform für interdisziplinäre Zusammenarbeit und experimentiert mit neuen Erzählformen, um gesellschaftlichen Wandel anzustoßen. Neben eigenen Produktionen engagiert sich Soliarts in kollaborativen Projekten mit anderen Kunst- und Kulturinitiativen, darunter MEDEA PRODUCTIONS, KOSTNIX, bessere Zeiten, f*Vernetzung, theater tiefrot und AnaTIROLia. Diese Kooperationen ermöglichen es, unterschiedliche Perspektiven zu vereinen und kreativ-aktivistische Synergien zu schaffen. Soliarts setzt sich für eine inklusive und kritische Auseinandersetzung mit aktuellen Themen ein – sei es durch dokumentarische Theaterstücke, interaktive Performances oder experimentelle Filmformate.

1. Was haben wir gemacht?

Die Kampagne gliederte sich in eine vorbereitende Planungsphase im April (Kooperation, Anfragen der Gruppen, Infografiken-Erstellung, Reichweite) eine Teaser-Phase im Mai mit ersten Hinweisen und Community-Aufbau sowie den offizielleren Start im Juni und Juli mit dem Launch-Event, dem Hashtag #onemore, Storytelling Beiträgen und einer ersten Mitmach-Aktionen. In den Sommermonaten Juli und August wurde die Aktivität durch Talks, Expert*innen-Q&As, Inhalte zur Gewaltprävention und Hilfsangeboten sowie erweiterte Kooperationen intensiviert.
Methodisch setzt die Kampagne auf Statements von Einzelpersonen, interaktive Beteiligung, live-Talks, Informationsformate wie Infografiken und Kurzvideos sowie Hinweise auf Hilfsangebote.
Die Community wurde zur aktiven Teilnahme und zur Veröffentlichung eigener Beiträge motiviert, während Organisationen und ähnliche Projekte eingebunden wurden. Für die Zukunft sind weitere Workshops und Events geplant.

2. Was ist herausgekommen?

Die Kampagne hat eine spürbare Wirkung erzielt: Viele einzelne Nutzer*innen beteiligten sich aktiv, teilten eigene Inhalte und stärkten damit die Sichtbarkeit des Themas. Auch die Kooperationspartner*innen äußerten große Zufriedenheit – sowohl mit der inhaltlichen Ausrichtung als auch mit der Resonanz in der Community. Besonders positiv aufgenommen wurde der Ansatz, Gewalt nicht nur in hochtraumatischen Ausprägungen zu thematisieren, sondern die Aufmerksamkeit stärker auf alltägliche, oft übersehene Formen von Gewalt zu lenken. Diese Perspektive wurde als wichtig, niedrigschwellig und realitätsnah beschrieben. Darüber hinaus fanden die öffentlich geführten Gespräche und der offene Umgang mit dem Thema sehr viel Zustimmung.

3. Was haben wir gelernt?

Im Verlauf des Projekts wurden wertvolle Erfahrungen gesammelt. Besonders deutlich wurde, wie wichtig eine traumasensible Herangehensweise ist und dass entsprechende Fortbildungen essenziell bleiben. Zugleich zeigte sich, dass der Arbeitsaufwamd deutlich höher ist als zunächst erwartet – vor allem aufgrund der intensiven Kooperationen, die zwar bereichernd und motivierend sind, aber viel Kommunikation und damit Zeit erfordern. Eine weitere Erkenntnis war, wie entscheidend es ist, Beteilgten und Partner*innen die Relevanz des Projekts klar zu vermitteln, um nachhaltiges Engagement zu ermöglichen. Auch im kreativen Bereich wurde gelernt, den Aufwand für Grafiken und ähnliche Materialien realistischer zu kalkulieren und künftig mehr Stunden dafür einzuplanen. Schließlich wurde deutlich, dass unmittelbare Begegnungen eine starke Wirkung entfalten, während Online-Arbeit vor allem als Plattform dient; eine Kombination aus beiden Formen scheint daher ein sinnvoller Mittelweg für zukünftige Aktivitäten zu sein.

Statements vom Soliarts zu ProEuropeanValuesAT

Was hat sich durch ProEuropeanValuesAT für dich oder deine Aktivität nachhaltig verändert?

Für uns hat sich nachhaltig verändert, dass wir neben den Theaterprojekten uns immer mehr öffnen, nicht nur thematisch gesellschaftspolitische Themen aufzugreifen, sondern wie bei unserem Projekt, auch Profis hinzuzuziehen, weil Vernetzung einfach Sinn ergibt.

Was würdest du Menschen sagen, die überlegen einzureichen, sich aber noch unsicher sind?

Reicht ein, es macht Spaß, sich kreativ zu engagieren und es eröffnen sich so viele neue Blickwinkel.

Vollende den Satz:
Demokratie braucht Aktivitäten wie meine, weil …

… sie Raum schafft für Kommunikation, Verbindung und Veränderung.