



Der Verein asylkoordination österreich setzt sich für die Rechte von Geflüchteten ein – seit 1991. Als wesentlicher Tätigkeitsbereich steht die Advocacy, also der Einsatz für die Rechte von Schutzsuchenden (mit besonderem Augenmerk auf das Kindeswohl) im Mittelpunkt. Immer stärker rückt dabei unsere Presse- und Medienarbeit ins Zentrum. Abgesehen von unserer öffentlichkeitswirksamen Arbeit versteht sich die asylkoordination als breite Informations- und Vernetzungsplattform für andere im Asyl- und Migrationsbereich tätigen NGOs und Refugee community Organisationen.
1. Was haben wir gemacht?
Unser Verein informiert und vernetzt im Bereich Flucht und Migration. Wir bauen mit PEVA unsere Informationsarbeit aus und hatten drei Zielsetzungen:
- Ausweitung unseres digitalen Aufritts, insbesondere auf jüngere User:innen: Dazu haben wir zunächst einmal unseren Tiktok-Account stärker bespielt
- Raus aus Wien – Diskussionsveranstaltungen und Medientermine in anderen Bundesländern: Dieser Strang läuft am besten – nach wie geplant in Kärnten und Niederösterreich machen wir jetzt zusätzlich in Graz und voraussichtlich auch Innsbruck Station.
- Unsere Website so aufbereiten, dass die vielen Infos auch zu finden sind: Da haben wir ein – im Team abgestimmtes ! – Konzept, die Umsetzung folgt gerade noch in der Projektlaufzeit
2. Was ist herausgekommen?
- Digitaler Auftritt: Tiktok ist reaktionsschnell und hast du’s nicht gesehen, ist alles voller blauer Herzerln und entsprechender Kommentare. Die Rückmeldungen unserer Testpersonen gehen in Richtung, es muss noch einfacher werden. Bleibt eine Herausforderung. Gut: Die anderen Kanäle funktionieren und wir haben mit den PEVA finanzierten Arbeitsstunden jetzt mehr Linie in die Informationsarbeit gebracht, die verschiedenen Kanäle passen jetzt besser zusammen.
- Raus aus Wien – wird begeistert angenommen. Wir touren quasi mit Diskussionsformaten durch Österreich. Wir überzeugen keine ideologischen Gegner, sondern liefern Argumente, Fakten und Zahlen für alle, die sie für ihre privaten und beruflichen Diskussionen brauchen.
- Website: Eine hoffentlich bessere Website ist herausgekommen – zu bewundern Ende Dezember 2025.
3. Was haben wir gelernt?
- Interesse weckt, was auch tagespolitisch vorkommt. Das Wort „Kickl“ funktioniert nach dem Motto „sex sells“ – es wird geklickt, sobald das Reizwort vorkommt. Mögen wir nicht, ist aber so. Machen wir da mit? Nein.
- Es scheint so bestechend einfach: Wenn Menschen Probleme machen, schaff die Menschen weg, dann verschwinden auch die Probleme. Wir sehen: Viele Menschen wollen, suchen Argumente gegen diese um sich greifende Logik.
Es geht auch um innere Dialoge, z.B. um die Verarbeitung schlechter Erfahrungen von freiwillig Helfenden, die sich dann in irgendeiner Form ausgenutzt fühlten. Wer dies nicht zu einem allgemeinen Ressentiment verarbeiten will, ist oft dankbar für Erklärungen, warum Menschen in Not und unter Druck anders handeln als wir es uns wünschen würden. - Wir haben gelernt, dass wir uns mehr am User:innenverhalten orientieren müssen. Wir selbst finden ja alles wichtig, was wir wissen – aber was wird wirklich gesucht und geklickt? Wir haben uns eine Analyse geleistet, die wirklich aufschlussreich war.

