



YEP ist eine parteipolitisch unabhängige Organisation, die sich für Jugendbeteiligung, Empowerment und Demokratie einsetzt. Durch niederschwellige Beteiligungsprozesse bringt YEP die Stimme der Jugend in Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft. Seit 2018 hat YEP über 370 Prozesse durchgeführt und viel Expertise in lebensweltnahen Kampagnen aufgebaut, die Jugendliche wirklich erreichen. Jetzt liegt der Fokus darauf, Demokratiekultur in den Alltag von jungen Menschen zu bringen und demokratische Werte zum Trend zu machen: Ganz besonders für chancenbenachteiligte junge Menschen, die sonst wenig mit dem Thema zu tun haben. Ziel ist es, junge Menschen zu stärken, zu aktiven Bürgerinnen und Bürgern zu werden, ihr europäisches Recht auf Partizipation wahrzunehmen und laut zu werden gegen anti-demokratische Kräfte.
1. Was haben wir gemacht?
In verschränkten online und offline Formaten wurde vermittelt, wie Demokratie im Alltag gelebt werden kann und die Stimme der Jugend laut gemacht.
Die Kampagne wyld („we’re young loud & democratic“) wurde von einer Kerngruppe von 10 Jugendlichen mitgestaltet und begleitet. Offline fanden Demokratie-Trainings & Peer to Peer Content Days statt (105 Jugendliche beteiligt); online brachten sich 226 beim digitalen wyld-Hub und bei online Community-Events ein. Höhepunkt war das Event „Run /wyld“ bei dem Jugendliche ihre Forderungen am Laufsteg für die Demokratie präsentierten, mit 100+ Gästen aus Politik, Medien, Zivilgesellschaft.
2. Was ist herausgekommen?
Unser generelles Ziel: Demokratie wieder attraktiv und zum Lifestyle zu machen.
Konkreter Outcome: 87,5% der Jugendlichen trauen sich nun mehr zu, ihre Stimme einzubringen und möchten dies in Zukunft öfter tun. Die Jugendlichen stärkten ihre Kompetenzen in Campaigning, Medientraining, Mobilisierung und öffentlicher Kommunikation. Das Event „run /wyld“ erzielte hohe mediale Aufmerksamkeit, unter anderem durch Berichte im ORF, fm4, Krone und weiteren Medien. Stakeholder betonten den Wert der direkten Begegnung mit jungen Menschen und deren Forderungen. Die /wyld Kampagne 2025 erhöhte stark die Wahrnehmung für das Thema Jugendbeteiligung in der Öffentlichkeit.
Es wurde sehr laut und klar gezeigt: Junge Menschen sind nicht demokratiemüde – sie wollen mitreden und mitgestalten!
3. Was haben wir gelernt?
Die Erfahrungen im Projekt waren insgesamt sehr positiv, insbesondere durch das starke Engagement der Jugendlichen und die gute Zusammenarbeit und spannende Perspektiven in heterogenen Gruppen – weil wir gezielt auch chancenbenachteiligte Jugendliche einbezogen haben. Besonders wirkungsvoll waren die Offline-Formate, da sie zu einem echten Austausch, viel Engagement und Motivation führten. Eher herausfordernd gestaltete sich die Aktivierung im digitalen Raum, da viele Jugendliche den digitalen wyld-Hub hauptsächlich nutzten, um Informationen über Mitmach-Möglichkeiten zu erhalten, anstatt die Plattform zu nutzen, um sich zu vernetzen oder selbst Themen zu starten. Hier benötigt es mehr durchgehende, aktivierende Moderation, die allerdings mehr Ressourcen benötigt. Durch die Community-Events konnten viele junge Menschen motiviert werden, sich weiter zu engagieren, was eine schöne Zukunftsperspektive mitbringt. Gleichzeitig stellt sich die Frage, wie wir als gemeinnützige, unabängige Organisation diese erfolgreiche Initiative nachhaltig und langfristig weiterführen können.

