Im zweiten Call von ProEuropeanValuesAT werden 36 Aktivitäten mit einem Gesamtbudget von 857.461,11 Euro finanziert. Was dabei sichtbar wird, ist eine Bandbreite, die kaum unterschiedlicher sein könnte und genau darin liegt ihre Stärke.
Manche Aktivitäten setzen auf Augmented Reality, etwa wie FIFTITU% die mithilfe von „Augmented-Reality Learning Resistance“ historischen Widerstand im öffentlichen Raum erlebbar macht. Andere bauen auf das gesprochene Wort, wie Radio Freequenns mit seinen „Radiowellen für Demokratie“ oder der Verein Campus Radio St. Pölten mit seinen analogen wie digitalen Erzählcafés. Wieder andere gehen über die Bühne, etwa BeyondBühne mit „Beyond Words“, wo Jugendliche ihre eigene Sprache für Zukunft finden, oder das Demokratie Escape Game der Caritas Diözese Innsbruck, das Grundrechte buchstäblich zum Rätsel macht.
Auch das Thema digitale Sicherheit nimmt deutlich mehr Raum ein als noch im ersten Call. Der Grantee epicenter.works widmet sich mit einem Digitalen Gewaltschutzprogramm direkt den Risiken des digitalen Raums, während der Verein MadebyKids mit „DeepFake Check“ junge Menschen zu kritischen Botschafter:innen gegen KI-gestützte Desinformation ausbildet. The World of NGOs setzt mit einem Mentoring-Programm gegen Hassrede im digitalen Raum an einer ganz ähnlichen Stelle an, nur mit einem anderen Werkzeug.
Und dann gibt es jene, die zeigen, dass Demokratiearbeit auch einfach gut schmecken oder gut klingen kann. IniciativAngola lädt mit „Geschmack der Demokratie“ zum Dialog bei Tisch und Salam Oida feiert mit „Wir feiern (K)uns(t)“ Kunst und Kultur als Ausdruck demokratischer Teilhabe.
Was diese 36 Aktivitäten am Ende verbindet, ist weniger eine gemeinsame Methode als eine gemeinsame Überzeugung, dass Demokratie an vielen verschiedenen Orten gleichzeitig verteidigt und gestärkt werden muss, in Schulen genauso wie im Radio, auf der Bühne genauso wie im Netz.
Alle Informationen zu den Grantees 2026 gibt es unter: proeuropeanvalues.at/grantees/#2026

