Zwischen Innovation und Desinformation: Zivilgesellschaft diskutierte über KI und Demokratie

Linz (OTS) – Wie können Bürger:innen, Medien und zivilgesellschaftliche Organisationen mit den Chancen und Risiken künstlicher Intelligenz umgehen? Dieser Frage widmete sich das Lernforum #DeepMediaCompetencies, das am 29. Mai 2026 im Neuen Rathaus Linz stattfand. Künstliche Intelligenz verändert zunehmend, wie Informationen erstellt, verbreitet und konsumiert werden. Manipulierte Bilder und Videos, täuschend echte Sprachaufnahmen oder automatisierte…

Linz (OTS) – Wie können Bürger:innen, Medien und zivilgesellschaftliche Organisationen mit den Chancen und Risiken künstlicher Intelligenz umgehen? Dieser Frage widmete sich das Lernforum #DeepMediaCompetencies, das am 29. Mai 2026 im Neuen Rathaus Linz stattfand.

Künstliche Intelligenz verändert zunehmend, wie Informationen erstellt, verbreitet und konsumiert werden. Manipulierte Bilder und Videos, täuschend echte Sprachaufnahmen oder automatisierte Desinformationskampagnen stellen neue Herausforderungen für demokratische Prozesse und die öffentliche Meinungsbildung dar. Gleichzeitig eröffnet KI neue Möglichkeiten für Kommunikation, Bildung und gesellschaftliche Beteiligung.

Vor diesem Hintergrund brachte das Lernforum Akteur:innen aus Zivilgesellschaft, Medien und Bildung zusammen, um aktuelle Entwicklungen zu diskutieren und digitale Kompetenzen für den demokratischen Alltag zu stärken. In mehreren interaktiven Lernschritten tauschten die Teilnehmer:innnen Erfahrungen mit KI-Tools aus und entwickelten gemeinsam neue Einsatzmöglichkeiten sowie konkrete Strategien für zivilgesellschaftliches Engagement.

Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der Frage, wie digitale Kompetenzen zur Stärkung von Demokratie und Zivilgesellschaft beitragen können – von der Analyse und dem Umgang mit Desinformation bis hin zur Nutzung von KI in Bildungs- und Beteiligungsformaten.

In einer gemeinsamen Gesprächsrunde diskutierten Martin Wassermair, Generalsekretär von Reporter ohne Grenzen Österreich, und Christian Diabl, Redakteur der Oberösterreichischen Nachrichten, die Auswirkungen von KI auf Medienvielfalt und journalistische Qualitätsstandards.

Die Herausforderungen durch Desinformation und digitale Manipulation standen auch im Mittelpunkt der Diskussion. Martin Wassermair betonte die Bedeutung einer verlässlichen Informationslandschaft für demokratische Gesellschaften: „Informationen sind die entscheidende Ressource, die Menschen benötigen, um sich eine Meinung zu bilden. Deshalb brauchen wir eine saubere digitale Informationsökosphäre und es liegt an uns allen, dazu beizutragen.“

Das Lernforum ist Teil der Initiative ProEuropeanValuesAT, die zivilgesellschaftliche Organisationen in Österreich stärkt und neue Impulse für demokratische Teilhabe setzt.